(...dies ist die Entgegnung auf einen meines Erachtens recht fragwürdigen Einwurf eines "Wissenden" in einem Telegram-Chat. Werde den besagten Beitrag, auf den sich dieser Text bezieht, nachreichen, wenn ich dafür Einverständnis erhalten habe...)
Guten Tag. Mein Name ist Alexander Goretzki. Ich gehöre keiner „Erdreligion“ an und beabsichtige nicht, mich zu einer solchen verführen zu lassen.
Mein Leben und meine Wirklichkeit ist orientiert an Dank und Verehrung für Mutter Erde, meinen Ursprung, meine Lebensquelle, meine Ernährerin und meine Grabstelle und an Dank und Verehrung für Vater Himmel, meine Sonnen-, Sternen- und Geisteskraft, meine Vision, vielleicht die Heimat meiner unsterblichen Seele.
Dies ist keine Religion. Es ist eine tiefe, kraftspendende, sinngebende und inspirierende Verbindung mit den Wirklichkeiten, von denen ich mich als Mensch welcher weltanschaulichen Ausrichtung, welchen kulturellen Herkunftsphäre auch immer ich mich geprägt, getragen, geleitet sehe.
Bei den Fridays for Future, Extinction Rebellion, Grünen und anderen, die ihre vermeintlichen Weltrettungen in einem panischen Wahn der Desorientierung schreien, sehe ich nicht im mindesten eine solche Verbundenheit. Ob sie dem Vatikan unterstehen, weiss ich nicht. Mag sein. Auf jeden Fall sehe ich in diesen Bewegungen und ihren Menschen keinen Sinn für das Da-Sein der Wirklichkeit.
Mit meinem Herzen stehe ich auf der Seite der Indigenen. Sie sind für mich die legitimen Lehrer dieser Welt und ihre Kenntnisse, Weisheit und Können bestätigen dies. Wer heilt - das heisst zusammenfügt, vollständig macht - hat recht.
Die Germanen, denen die katholische Kirche unter Todesandrohung ihren Glauben eingeimpft, ihre heiligen Bäume zerstört und ihnen bis heute primitive Rohheit inklusive Menschenopfern unterstellt haben. Die brasilianischen Völker des Waldes, die gegen Bulldozer, Gier, Vergewaltigung und Zerstörung ihrer Pacha Mama unter Lebensgefahr aufstehen.
Arco-Iris, der Regenbogen, ist ein Ursymbol für diese Wirklichkeit, diese nicht zu diskutierende Wahrheit der Natur. Es ist eben kein erfundenes Zeichen - sondern ein gefundenes. Der Regenbogen steht für die Tatsache der Welt und ihre Schönheit. Mehr noch: Für das Verhältnis des Menschen zur Schöpfung, denn die Farbenfolge des Regenbogenspektrums wurde von klugen Kulturen übertragen auf die Darstellung der vertikal angeordneten Energiepunkte im menschlichen Körper wieder, die unter dem Sanskrit-Begriff Chakra bekannt sind.
Hier geht es noch ums Streben - statt ums Sein. Schliesslich haben wir’s mit dem Schwerenöter und Glückssucher Faust zu tun. Selbiger hat sich soeben von der aufgehenden Sonne abgewandt, weil sie ihn doch zu sehr blendet - und erblickt in froher Überraschung den Regenbogen.
Doch auch hier ist zu erahnen: Der Mensch hat die Möglichkeit, sich in der Natur wiederzuerkennen oder gar - zu finden. Dass ein solch machtvolles Symbol hundertfach missbraucht wird, versteht sich von selber. Sich von ihm abzuwenden halte ich für eine schwache Position, die letztendlich einem ziemlich kläglichen Framing folgt.
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